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Tag 13 von 17 · 22. August 2026

Lindesnes fyr

  • Mandal → Lindesnes fyr → Mandal
  • 82 km
  • sonnig, 11–21 °C, nachmittags in Mandal ein paar Tropfen, am Leuchtturm trocken
  • 4 Highlights

Ausschlafen. Der Furulunden gleich hinterm Wagen, Sonne zwischen den Kiefern, und niemand muss irgendwohin. Spätes Frühstück, Ruhetag in Mandal — der Strand liegt zwei Minuten entfernt, der Stellplatz im Schatten.

Durchs Camp läuft der Mandalsmaraton. Seit 1980, einer der ältesten Marathons in Norwegen, Strecke durch den Furulunden und an den Hütten vorbei. Läufer auf der Straße, Craft-Torbogen vor den Holzhäusern, Ordner in Orange. Man sitzt da und guckt.

Max nimmt Tommy mit zum Strand. Waldweg, dann das Wasser zwischen den Stämmen. Tommy braucht den Auslauf, und Sjøsanden ist leer genug für einen Hund mit Terminkalender.

Nachmittags Slush von BrainGo, blau und eiskalt, und norwegisches Stieleis von Diplom-Is in drei Farben. Tommy hat Liebeskummer. Das Eis hilft. Ein bisschen.

Wäsche. Karten an die Leser, Tür zu, Programm, Start. Dann sitzen und warten — Camping eben.

Am Abend raus zum Leuchtturm. Unterwegs ein Halt an einer kleinen Hafenbuchte: Schlauchboot im Schilf, weiße Holzhäuser, Nausts in Rot und Ocker, Windräder auf dem Höhenzug.

Die letzten Kilometer durch Granit. Die Straße schneidet sich durch die Klippen, das Meer liegt plötzlich im Spalt. Unten Buchten, Schären, eine Insel wie ein Buckel. Lindesnes, wörtlich dort, wo sich das Land ins Meer neigt.

Oben der Turm von 1915, Gusseisen, weiß mit roter Laterne, die Jahreszahl über der Tür. Hier brannte 1656 das erste Leuchtfeuer Norwegens — dreißig Talgkerzen, bald wieder gelöscht, ab 1725 dann dauerhaft. Südlichster Punkt des Festlands, und das Licht sitzt rund fünfzig Meter über dem Wasser. Sonne im Gegenlicht, Treppe hoch, Klippen, offene See.

Tobi am roten Schuppen, Tommy im Geschirr vor dem Wärterhaus. Im alten Steinturm von 1822 — früher Kohlefeuer, später Glockenstuhl — sitzen Max und Tobi in den Bögen und gucken aufs Meer. Ein Schild: der Leuchtturm ist bemannt, bitte Rücksicht, hier wohnt jemand. Nach 2003 offiziell unbemannt, aber zwei Fyrvoktere sind weiter da, die letzten im Land.

1998 hat ein Sturm Toiletten, Kasse und Kiosk ins Meer gespült. Danach kam das neue Haus aus Glas und Stein, alles an einem Ort. Unten rote Dächer in der Heide, ein rotes Seezeichen auf der Klippe, Schiffe vor der Reeling, Bank an der weißen Wand. Neset, der Name steht am Schild.

Zurück über Vigeland. Valle kirke, weißes Holz, Kreuzform, 1793 an der Audna. Abendlicht auf dem Friedhof, Steinmauer, ein Baum in der Mitte.

Am Camp noch einmal hoch. Sonne hinter den Hügeln, Sjøsanden rosa, mitten auf dem Sand die kleine Leuchte, die hier Bestemor heißt. Mond über Hattholmen, ein hölzernes Seezeichen auf einer Schäre, zwei Vögel obenauf. Der Ruhetag endet in der Luft.

Die Etappe

Fähnchen an diesem Tag