Tag 10 von 17 · 19. August 2026
The Twist bei Kistefos
- Kistefos → Oslo
- 145 km
- morgens leichter Niesel, später Sonne, 10–18 °C
- 4 Highlights
Max geht’s besser, Coras Nase läuft noch. Trotzdem raus — nicht in die Stadt zuerst, sondern nach Jevnaker, gut achtzig Kilometer nördlich, ins alte Holzschliffwerk an der Randselva.


Kistefos hat Christen Sveaas aus der Fabrik seines Großvaters gemacht: Museum und Skulpturenpark. Im Café Kunstpause legt sich Tommy aufs Holzdeck und schläft. Selbst die Toilette ist ein Kunstwerk, draußen läutet ein Glockenspiel im Funkmast. Der Park fängt schon vor dem Twist an.






Dann The Twist. BIG, Bjarke Ingels, 2019: eine Brücke, die sich über die Randselva dreht, Galerie und Skulptur in einem. Innen steht man schief und die Lamellen sehen gebogen aus, obwohl sie gerade sind. Unten der Fluss, gegenüber der Park.




Im Wald pfeifen kobaltblaue Flaschen im Wind, in der Elve sitzt ein riesiges Bronzeauge, durch dessen Pupille das Wasser läuft. Fredrik Raddums Teddy sieht harmlos aus, bis man um ihn herumgeht. Cora und Tommy auf der Bank in der Sonne.






Zum Schluss das alte Werk. Nybruket, Backstein, noch die Maschinen, Holzstapel, die Galerie im Dach. Hier wurde bis 1955 Holzschliff gemacht — ohne den Fluss gäbe es den Park nicht.



Zurück auf der E16, der Steinsfjorden liegt glatt da. In Bjørvika Burger bei Døgnvill, direkt an der Oper. Tommy unter der Decke, Max am Milchshake.




Danach aufs Dach der Oper: Snøhetta, 2008, das Gebäude steigt aus dem Fjord, das Dach ist ein Platz zum Laufen. Daneben das Munchmuseum, davor ein Viking-Kreuzfahrer, eine Möwe auf der Brüstung. Durchs Glas die Eiche des Zuschauersaals.







Abends die Drohne überm Bogstadvannet, Holmenkollen im Rücken. Dann Wäsche, der Himmel über dem Camp wird dunkel. Der Tag schließt sich dort, wo er angefangen hat.

